COLIN LINDE

In vielen seiner Arbeiten geht Colin Linde den Fragen nach, wem der öffentliche Raum gehört und

wie er außerhalb der jeweils vorgesehenen Funktion noch genützt werden kann.

*1988 in Göttingen/DE, lebt und arbeitet in Wien
2017 Diplom Bildende Kunst / Bildhauerei – transmedialer Raum

Für den vom Graffiti kommenden Künstler liegt die Aneignung des öffentlichen Raums und das Crossover zwischen den Disziplinen nahe. Seine Interventionen spielen mit der Ästhetik der digitalen Kunst und Grafik und entwickeln sich von der malerischen Auseinandersetzung mit der Wand über eine Beschäftigung mit der Linie weiter zur Ausfaltung ins Dreidimensionale. Lindes zweckfreie, sich oft selbst überlassene Plastiken fordern erhöhte Aufmerksamkeit ein und signalisieren die Inbesitznahme des Raums mithilfe von leuchtenden, lumineszierenden Neonfarben oder dem markanten Schwarz-Gelb von Warnlinien. In konsequenter Fortführung dieser Haltung hat Linde die Wiener Galerie Oxymoron mitbegründet, die sich für eine Verbindung von Graffiti, Street Art und Bildender Kunst und deren Vermittlung engagiert.

(Genoveva Rückert)

 

In vielen seiner Arbeiten geht Colin Linde den Fragen nach, wem der öffentliche Raum gehört und wie er außerhalb der jeweils vorgesehenen Funktion noch genützt werden kann. Dieser Antrieb kommt nicht von ungefähr, liegen die Wurzeln seines künstlerischen Schaffens doch im Graffiti. Seine Installationen arbeiten sich durch den Raum, um schließlich an zweidimensionale Malereien zu erinnern. „Formsprache aus der digitalen Kunst und Grafik werden in den dreidimensionalen Raum transformiert,“ sagt der Künstler selbst. Er interveniert mit Holzlatten und Lack – mal am Linzer Pfarrplatz, mal in einem Sandplatz des Amsterdamer Vondelpark. Mal lässt er sie Innenräume einnehmen, mal rahmt er sie an der Wand. Im öffentlichen Raum will er urbanen BewohnerInnen Lust machen, sich mit einer überraschenden „Umgestaltung“ oder „Umwidmung“ einer Fläche oder eines Areals auseinanderzusetzen und den öffentlichen Raum durch aktives Mitgestalten für alle zu beanspruchen.

(Katharina Edlmair)

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